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Bewerbung hochschulstart.de

Um einen Studienplatz in Medizin an einer staatlichen Universität in Deutschland zu erhalten, bewirbt man sich über hochschulstart.de

Studienplatzverteilung-Medizinstudium

Abiturbestenquote

Über die Abiturbestenquote werden 20% der Studienplätze in Medizin vergeben.

In dieser Kategorie konkurriert man nur mit den Mitbewerben, die im gleichen Bundesland ihr Abitur absolviert haben. Dies wird aus folgendem Grund gemacht:

In Deutschland gibt es kein einheitliches Abitur, sondern es ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Deshalb konkurriert man in der Abiturbestenquote nur mit den Mitbewerbern, die unter gleichen Lehrplanbedingungen ihr Abitur absolviert haben.

Zuerst wird für alle 16 Bundesländer jeweils eine Landesquote gebildet, in der die Abiturbesten ermittelt werden. Im zweiten Schritt werden dann die Abiturbesten auf die Studienorte verteilt, die sie in der Abiturbestenquote genannt haben (es dürfen 6 Studienorte angegeben werden).

tippBei der Studienortwahl ist folgendes Beispielszenario zu beachten:

Max hat das Abitur in Hessen mit der Note 1,1 absolviert und möchte in Heidelberg studieren. Max setzt Heidelberg auf Platz 1 und fünf weitere Hochschulen auf die Plätze zwei bis sechs. Nun gibt es aber in Hessen so viele Abiturienten mit der Note 1,0, die Heidelberg auch an erster Stelle genannt haben, dass alle Studienplätze bereits vergeben sind und Max in Heidelberg keinen Studienplatz für das Medizinstudium erhält. An Hochschule 2 werden aber zunächst diejenigen berücksichtigt, die diese Hochschule an erster Stelle genannt haben, so dass Max auch hier keinen Platz erhält. An Hochschule 3 werden zunächst diejenigen berücksichtigt, die diese Hochschule an erster oder zweiter Stelle genannt haben usw. ...

Oder aber Max will nur in Heidelberg Medizin studieren und nennt aber trotzdem Hochschulen auf den Plätzen zwei bis sechs. Max erhält nun keinen Studienplatz in Heidelberg, aber einen an Hochschule zwei. Diesen nimmt Max jedoch nicht an, da Max nur in Heidelberg Medizin studieren möchte. Dies hat zur Folge, dass Max weder am Auswahlverfahren der Hochschulen, noch an der Auswahl nach Wartezeit teilnimmt und keinen Studienplatz in Humanmedizin zu diesem Semester erhält.

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Wartezeitquote

Über die Wartezeitquote werden 20% der Studienplätze in Medizin vergeben.

Insgesamt kann man 6 Studienorte in dieser Quote angeben.

Auch wenn man noch nicht genügend Wartesemester gesammelt hat, kann es durchaus sinnvoll sein, an der Wartezeitquote teilzunehmen, da einige Universitäten Teilstudienplätze für die Vorklinik über diese Quote verlosen. (siehe unten)

Es wird eine bundesweite Rangliste unter allen Bewerbern nach Wartezeit gebildet. Danach steht fest, mit welcher Anzahl an Wartesemestern man einen Studienplatz in Medizin erhält. Die Wartezeit ist die Zeit in Halbjahren, die seit dem Abitur verstrichen ist und in der Du nicht an einer deutschen Hochschule eingschrieben warst. Du musst dich nicht direkt nach dem Abitur beworben haben, um die komplette Wartezeit für das Medizinstudium angerechnet zu bekommen. Momentan (Stand: Wintersemester 2014/15) sind 12 Wartesemester und eine Abiturnote von 1,9 oder besser notwendig, um einen Medizinstudienplatz zu erhalten. Das heißt, dass alle Bewerber mit 13 Wartesemestern und mehr einen Studienplatz in Medizin erhalten haben und in der Gruppe mit 12 Wartesemestern nur diejenigen mit einer Abiturnote von 1,9 oder besser.

tippFolgendes Beispiel soll das Vergabeverfahren verdeutlichen:

Felix hat im Jahr 2003 Abitur gemacht. Es folgten 9 Monate Zivildienst und anschließend eine Ausbildung. Zum Wintersemester 2007/08 beginnt Felix ein Studium an einer deutschen Hochschule für 3 Semester. Er bewirbt sich nun erstmals zum Wintersemester 2010/11 für Medizin. Felix hat eine Wartezeit von 14-3 = 11 Semestern angesammelt.

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

Über das Auswahlverfahren der Hochschulen werden 60% der Medizinstudienplätze vergeben. Du nimmst nur im Auswahlverfahren der Hochschulen teil, wenn Du nicht schon vorher in der Abiturbestenquote oder über die Wartezeitquote einen Studienplatz in Medizin erhalten hast.

In dieser Kategorie kann man maximal 6 Studienorte nennen, an denen man Medizin studieren möchte. Zu beachten ist, dass einige Universitäten eine Vorauswahl treffen, wie zum Beispiel einen bestimmten Abiturschnitt. Andere Universitäten muss man auf einen bestimmten Platz in der Ortspräferenz setzen.

tippFolgendes Beispiel soll das verdeutlichen:

Fordert eine Universität in der Vorauswahl einen Abiturschnitt von mindestens 2,3, macht es für einen Bewerber mit einer schlechteren Abiturdurchschnittsnote keinen Sinn, diese Universität als Studienortwunsch zu nennen. Genau gleich verhält es sich mit einer Universität, die als Bedingung 1. Ortspräferenz fordert und man nennt diese dann als Studienortwunsch an 2.-6. Stelle.

Die einzelnen Universitäten haben unterschiedliche Auswahlkriterien:

  • Abiturdurchschnittsnote
  • Einzelnoten im Zeugniss
  • Testergebnis (z.B. TMS oder Ham-Nat)
  • Ergebnis eines Auswahlgesprächs
  • bestimmte Ausbildungen oder Berufstätigkeiten
  • sonstige durch das jeweilige Landesrecht zugelassene Kriterien
  • Kombination aus den oben genannten Kriterien

Nach den Auswahlkriterien der jeweiligen Universitäten wird eine Rangliste der Bewerber gebildet und anschließend die Medizinstudienplätze in zwei Stufen vergeben. Nicht angenommene Studienplätze werden über zwei Nachrückverfahren vergeben.

Mit einem guten Überblick über die unterschiedlichen Auswahlkriterien der Hochschulen kann man seine Bewerbung optimieren, in dem man die Hochschulen auswählt, an denen man den größten Bonus zu erwarten hat. Desweiteren ist der NC der vergangen Jahre zu beachten. Mehr dazu unter der Rubrik NC-Übersicht Medizin.

Vorbereitungsbücher zu den Tests, Auswahlgesprächen und Motivationsschreiben findest Du unter Buchempfehlungen

Über die aktuellen Vergabemodalitäten für das Medizinstudium in Deutschland informiert Ihr euch bitte auf der Homepage von hochschulstart.de.

 

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Teilstudienplatz Medizin

Teilstudienplätze in Humanmedizin sind auf die Vorklinik (Semester 1-4) beschränkt und werden nicht nach der Abiturnote vergeben, sondern werden unter den Antragsstellern verlost. Nach erfolgreich abgelegtem Physikum erfolgt die Exmatrikulation. Danach muss man sich direkt an den Hochschulen für einen Studienplatz im 1. klinischen Fachsemster (5. Fachsemester) bewerben, wobei man sich auch schon während der Vorklink parallel weiterhin für einen Vollstudienplatz bewerben sollte. In der Regel bekommt man aber nach ca. ein oder zwei Semestern nach dem Physikum einen Vollstudienplatz für den klinischen Abschnitt, jedoch nicht unbedingt an der gleichen Universität, wo man die Vorklinik absolviert hat. Voraussetzung für die Chance auf einen Teilstudienplatz ist die Teilnahme an der Auswahl nach Wartezeit (Wartezeitquote) an der jeweiligen Universität bzw. die Zustimmung, dass auch eine Verteilung für andere als die genannten Hochschulen zugelassen wird. Wichtig zu beachten ist, dass die Zeit in der Vorklinik als Inhaber eines Teilstudienplatzes in Medizin nicht als wartezeitschädliches Parkstudium gewertet wird, sofern man sich für Humanmedizin bewirbt. Somit werden die vier Semester Vorklinik als Wartezeit gewertet.

Teilstudienplätze bieten also denjenigen Bewerbern eine Chance auf ein Medizinstudium, die den geforderten NC nicht erreichen, aber nicht die komplette Wartezeit (derzeit 15 Semester) warten wollen. Um einen der begehrten Teilstudienplätze in Humanmedizin zu erhalten, sollte man sich also über die Wartezeitquote bewerben, auch wenn man noch keine oder wenige Wartesemester hat, da diese für die Vergabe nicht berücksichtigt werden!

tippFolgende Universitäten bieten derzeit Teilstudienplätze für Medizin an:

  • Uni Göttingen
  • Uni Marburg